Kooperation zwischen Kinderchirurgie und Kinder- und Jugendmedizin

Der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) und der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCh) haben folgendes Positionspapier beschlossen:

Positionspapier

Vorbemerkung

Die DGKJ sowie die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie streben mit der Verabschiedung dieses Positionspapiers eine engere Verzahnung an. Sie sind überzeugt, nur so die Qualität der Versorgung von Kindern und Jugendlichen aufrechterhalten und verbessern zu können. Dies gilt besonders vor dem Hintergrund der nunmehr angespannten finanziellen Lage der deutschen Krankenhäuser. Es sind Strukturen anzu­streben, die trotz des finanziellen Druckes eine optimale Betreuungsqualität gewährleisten. Ein "Kinderzentrum" wird diesen Vorgaben gerecht.

Struktur eines Kinderzentrums

In allen klinischen Einrichtungen mit Kliniken für Kinderchirurgie und Kinder- und Jugendmedizin schließen sich diese zu einem Kinderzentrum zusammen. Folgende Charakteristika kennzeichnen ein solches Kinderzentrum:

a) Die Bildung eines Bettenpools aus pädiatrischen und kinderchirurgischen Betten ist die Basis, um medizinisch und wirtschaftlich effektiv reagieren zu können. Weiter ergeben sich eine Fülle zusätzlicher gemeinsamer Nutzungsmöglichkeiten, z. B. Aufnahmebereich, Sonographie, Physiotherapie.

b) Der Grundidee eines Kinderzentrums folgend, wird auch die Intensivmedizin gemeinsam betrieben.

c) Für die Pflege der Kinder wird ein gemeinsamer Schwesternpool unter der Leitung einer Pflegedirektorin gebildet.

d) Das Modell bietet die Möglichkeit, die Rotation von Assistenzärzten für Patientenversorgung und Wissenschaft in beiden Fachgebieten zu erleichtern.

e) Eine stationäre Betreuung von pädiatrischen Patienten, die operativ von anderen Fächern versorgt werden (Augenheilkunde, Orthopädie usw.) soll ebenfalls im Kinderzentrum erfolgen. Dies wird die Qualität der Versorgung dieser Kinder und auch die betriebswirtschaftlichen Bedingungen der Kindermedizin noch weiter verbessern.

f) In einer solchen Struktur wird es auch gelingen, die für die Kindermedizin notwendigen Spezialisten zu etablieren. Beispielhaft seien folgende Gebiete genannt: Kinderradiologie, Kinderanästhesie, Klinische Genetik, Psychosomatik u. a.

Fazit

Die Umsetzung dieses Positionspapiers führt zu einer Zusammenfassung und Stärkung vorhandener Kapazitäten. Es ist das Hauptziel der hier dargestellten intensivierten Zusammenarbeit von Kinder- und Jugendmedizin mit der Kinderchirurgie einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der Qualität der Versorgung von Kindern und Jugendlichen zu leisten.

Prof. Dr. E. Harms (Präsident der DGKJ)
Dr. Ulrich Hofmann (Präsident der DGKCh)

Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie e.V.

Langenbeck-Virchow-Haus
Luisenstraße 58/59
10117 Berlin

Telefon: +49 (030) 28 00 - 43 60
Fax: +49 (030) 28 00 - 43 69

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