Pressestelle der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie

Adresse

Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie - Pressestelle

Langenbeck-Virchow-Haus
Luisenstraße 59
10117 Berlin

Tel.: +49 (0)30 28 00 43 60 (Geschäftsstelle)
Fax: +49 (0)30 28 00 43 69

E-Mail: presse(at)dgkch.de

Pressesprecher:
Dr. Tobias Schuster, Augsburg

Direkte Ansprechpartnerin Presse:
Frau Julia Weilbach
Tel.: +49 (0)30 28 00 43 61

 

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Pressegespräch der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH)

55. Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH)
PD Dr. med. Barbara Ludwikowski, Tagungspräsidentin DGKCH

Termin: Freitag, 22. September, 13.00 bis 14.00 Uhr
Ort: Congress Centrum Ost Kölnmesse, Presselounge
Anschrift: Messeplatz 150679 Köln

Sommer, Sonne, Sorgen: Unfälle bei Kindern vermeiden

05. Juli 2017: Berlin – Der Sommer ist auch bei uns angekommen: Baden im Baggersee, Grillen im Garten und ausgedehnte Fahrradtouren stehen in den Sommerferien bei Kindern hoch im Kurs. Die Sommerlaune verfliegt aber ganz schnell, wenn den Jüngsten etwas passiert. Die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie e.V. (DGKCH) rät daher besonders beim Grillen und Baden zur Vorsicht. 

Brandbeschleuniger wie Spiritus verursachen nach wie vor die meisten Grillunfälle in Deutschland – rund 400 Unfälle enden pro Jahr mit schwersten Brandverletzungen. Durch die Verwendung von Brandbeschleunigern kann es beim Grillen zu hohen Stichflammen kommen. Kinder sind oft besonders schwer betroffen, da sie auf Augenhöhe mit dem Grill stehen. „Wer auf Spiritus beim Grillen verzichtet, schützt gleichzeitig seine Kinder vor Verletzungen", erklärt Dr. med. Tobias Schuster, Pressesprecher der DGKCH. Prinzipiell sollten Kinder beim Grillen nicht unbeaufsichtigt bleiben und einen Sicherheitsabstand einhalten. Wenn trotz aller Vorsicht doch etwas passiert, raten Kinderchirurgen dazu, kleinere Verbrennungen innerhalb der ersten 30 Minuten mit handwarmem Wasser vor Ort lokal zu kühlen. Verbrennungs-Gel-Kompressen und Kühlpacks bieten bei kleineren Verbrennungen zwar eine Alternative, aber keine Vorteile. „Bei großflächigeren Verbrennungen und auch bei Verbrühungen erhöhen Kühlpacks aber das Risiko einer Unterkühlung des Kindes", so Schuster. Wenn möglich, sollte man Brandwunden mit sterilem Verbandmaterial abdecken. „Auf das Auftragen von Hausmitteln wie Joghurt, Mehl oder Butter auf Brandwunden sollte unbedingt verzichtet werden. Damit wird eher Schaden angerichtet."

Genau wie für Grillunfälle beginnt jetzt auch die Saison für Badeunfälle. „Kleinkinder sollten nur in Begleitung ans Wasser – am besten sollten sie in Griffnähe beaufsichtigt werden", so Prof. Dr. med. Peter Schmittenbecher, Präsident der DGKCH. Oft birgt das Springen in trübe oder unbekannte Gewässer eine große Gefahr und ist häufige Ursache von Badeunfällen bei Kindern und Jugendlichen. „Neben dem klassischen Ertrinkungsunfall sind es die Schädelverletzungen bzw. Gehirnerschütterungen, die dann z. B. eine Computertomographie des Kopfes erforderlich machen", so Schmittenbecher.


Die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie
Gegründet im Jahr 1963, schafft die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) bis heute Grundlagen für eine bestmögliche kinderchirurgische Versorgung in Deutschland. Dazu gehören Neugeborenenchirurgie, allgemeine Kinderchirurgie und Kindertraumatologie ebenso wie Kinderurologie. Die DGKCH vertritt das Fach in allen wissenschaftlichen, fachlichen und beruflichen Belangen. Derzeit praktizieren hierzulande Fachärzte für Kinderchirurgie in mehr als 80 kinderchirurgischen Kliniken, Abteilungen und als Niedergelassene. Kinderchirurgie gehört in die Hände von Kinderchirurgen. Denn ihre Patienten sind keine kleinen Erwachsenen.

E-Mail: presse(at)dgkch.de

Pressesprecher: 
Dr. Tobias Schuster, Augsburg

Direkte Ansprechpartnerin Presse:
Frau Julia Weilbach
Tel.: +49 (0)30 28 00 43 61

 

Pflegeberufereform: zum Forderungspapier

Das Forderungspapier das gemeinsam mit den unten angegebenen Fachgesellschaften veröffentlicht wurde, finden Sie hier:

http://www.dgkj.de/fileadmin/user_upload/Meldungen_2017/170425_ForderungenKompromiss.pdf

Pflegeberufereform:
Umsetzung entscheidet über gute Pflege von Kindern

25. April 2017: Berlin – Nach der Einigung der Koalition über eine Reform der Pflegeberufeausbil-dung müssen nun die Details festgelegt werden: Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCh) appellieren zahlreiche Fachverbände und Eltern¬organisationen aus der Kinder- und Jugendmedizin an die Politik, bei der Umsetzung die Interessen kranker Kinder im Blick zu behalten. Zusätzlich mahnen sie an, die Ausbildungs- und Prüfungs-verordnung umgehend vorzulegen: Ohne diese ist eine fachgerechte Beurteilung der Pflegeausbildungsreform nicht möglich.

Der Kompromiss sieht vor, die Ausbildung zur Krankenpflege abzuschaffen und durch eine generalistische Pflegeausbildung zu ersetzen. Deren Absolventen wären auch zur Pflege von Kindern berechtigt. Parallel dazu sollen die Berufe Altenpflege und Kinderkrankenpflege erhalten bleiben. Diese Qualifikation ist zukünftig in einer zweijährigen generalistischen Ausbildung sowie einem zusätzlichen Jahr separater Ausbildung zu erwerben. Die Neuregelungen sollen erstmals für die Ausbildungsjahrgänge ab 2019 gelten. - Konkrete Festlegungen für die Ausbildungs- und Prüfungsordnung stehen noch aus.

Um die geplante Pflegeberufereform fachgerecht bewerten zu können, müsste die Ausbildungs- und Prüfungsordnung umgehend vorgelegt werden, rechtzeitig vor der Entscheidung über die Gesetzesvorlage selbst, fordert die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH).

Kranke Kinder: Fachwissen und bestmögliche Versorgung sind unverzichtbar

Seit Beginn der Diskussion um die Pläne für eine Ausbildungsreform in der Pflege hat sich die Fachwelt der Kinder- und Jugendmedizin für einen Erhalt der eigenständigen Ausbildung zur Kinderkrankenpflege ausgesprochen.

Hauptargument war dabei die Qualität der Pflege in diesem sehr anspruchsvollen Bereich: „Die Bedürfnisse kranker Kinder und Jugendlicher sind außerordentlich individuell, bedingt durch die Altersspanne vom Frühgeborenen bis zum jungen Erwachsenen, bedingt durch Wachstum und Entwicklung und aufgrund des extrem vielfältigen Krankheitsspektrums in der konservativen wie operativen Kinderheilkunde," betont Prof. Dr. Peter P. Schmittenbecher, Präsident der Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH).

Die hohe Spezialisierung der Kind-orientierten Fächer bildete sich bislang auch in der Versorgung ab, dank einer anspruchsvollen Ausbildung zur Kinderkrankenpflege-Fachkraft– einem wesentlichen Faktor für die gesundheitlichen Chancen junger Patienten.

„Von dieser hohen Versorgungsqualität dürfen wir nicht abrücken", betont der Präsident der deutschen Kinderchirurgen, „weiterhin muss der Nutzen für die Kinder im Zentrum stehen."

Evaluation: Qualität im Vordergrund

In einem Forderungspapier, das den zuständigen Bundestagsabgeordneten heute zugeht, fassen die kinder- und jugendmedizinischen Fachgesellschaften und Elternverbände die Kriterien für ein Gelingen der Pflegeberufereform zusammen.

Der Kompromissvorschlag von CDU/CSU und SPD sieht sechs Jahre nach Einführung die Pflicht zur Evaluation vor. Diese Erhebung wird grundsätzlich begrüßt. Die Evaluation soll über den Fortbestand der spezialisierten Berufsausbildungen Altenpflege und Kinderkranken-pflege entscheiden, allerdings nach rein numerischen Gesichtspunkten.
Über die Abschaf¬fung oder Beibehaltung der getrennten Abschlüsse soll der Bundestag nach Vorliegen des Evaluationsberichts 2025 beschließen. Im Kompromiss der Koalition heißt es: „Haben sich von den Auszubildenden der Alten- und Kinderkrankenpflege, die zwischen den separaten Abschlüssen und der Generalistik gewählt haben, mehr als 50 % für den generalistischen Abschluss entschieden, dann soll der getrennte Abschluss abgeschafft werden."

Die Kinder- und Jugendmedizin geht bei ihrer Einschätzung der Reformentwurfs davon aus, dass sich diese Bewertung auf den jeweiligen Ausbildungsschwerpunkt bezieht und Alten- und Kinderkrankenpflege jeweils eigenständig evaluiert werden, da ansonsten die Kinderkrankenpflege schon rein numerisch kaum eine Chance auf Erhalt hätte: Den 6.300 Auszubildenden in der Kinderkrankenpflege stehen 126.000 in der Kranken- und Altenpflege gegenüber.

Inhalt und Ausrichtung der Evaluation fokussieren bisher allein auf die Quantität der Auszubildenden - die Qualität der Ausbildung scheint ausgeblendet zu sein. Das Forderungspapier der Kinder- und Jugendmedizin betont, dass sowohl die Absolventen selbst als auch die Kliniken nach ihrer Einschätzung befragt werden sollten, wie gut die jeweilige Ausbildungsvariante auf die Pflege von 0- bis 18-jährigen Patienten vorbereitet.

Auch der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin Dr. Eßer stellt fest: „Die Qualität der Pflege darf nicht außer Acht geraten, sie sollte zentral für die Evaluation der Neuordnung der Pflegeberufe sein. Kinder brauchen sehr gute Pflege. Unser Ziel bleibt daher weiterhin, dass Kinder auch in Zukunft durch spezialisierte und hoch qualifizierte Pflegekräfte gepflegt werden."


Die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie
Gegründet im Jahr 1963, schafft die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) bis heute Grundlagen für eine bestmögliche kinderchirurgische Versorgung in Deutschland. Dazu gehören Neugeborenenchirurgie, allgemeine Kinderchirurgie und Kindertraumatologie ebenso wie Kinderurologie. Die DGKCH vertritt das Fach in allen wissenschaftlichen, fachlichen und beruflichen Belangen. Derzeit praktizieren hierzulande Fachärzte für Kinderchirurgie in mehr als 80 kinderchirurgischen Kliniken, Abteilungen und als Niedergelassene. Kinderchirurgie gehört in die Hände von Kinderchirurgen. Denn ihre Patienten sind keine kleinen Erwachsenen.

E-Mail: presse(at)dgkch.de

Pressesprecher: 
Dr. Tobias Schuster, Augsburg

Direkte Ansprechpartnerin Presse:
Frau Julia Weilbach
Tel.: +49 (0)30 28 00 43 61

 

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