Arbeitskreis „Das schwerbrandverletzte Kind“ bestätigt Kay Großer als Vorsitzenden

Berlin, den 16. Juni 2022 – Dr. Kay Großer, Chefarzt und Leiter der Kinderchirurgie am Klinikum Kassel sowie Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH), ist alter und neuer Vorsitzender des Arbeitskreises „Das schwerbrandverletzte Kind“ (AK) der DGV.

Das haben die Mitglieder des AK beim 29. Jahrestreffen im Mai entschieden. Bestätigt haben die Mitglieder auch die Kinderchirurgin Dr. Mechthild Sinnig, Ärztliche Leiterin des Zentrums für schwerbrandverletzte Kinder im Kinder- und Jugendkrankenhaus AUF DER BULT in Hannover, als stellvertretende Vorsitzende. Das Gleiche gilt für den Kinderchirurgen Dr. Ingo Königs als Sekretär des Vorstandes. Königs ist leitender Oberarzt am Altonaer Kinderkrankenhaus und Oberarzt am Universitätsklinikum Eppendorf in Hamburg.

Einer der Schwerpunkte der AK-Arbeit ist die Verleihung des Gütesiegels „Sicherheit und Qualität für brandverletzte Kinder“. Sinnig leitet die Arbeitsgruppe zur Vergabe dieses Siegels. Großer sagt: „Vor drei Jahren konnten wir es zum ersten Mal vergeben. Es erhalten Kliniken, welche die von uns definierten qualitativen Mindestanforderungen an die Therapie brandverletzter Kinder erfüllen.“ In diesem Frühjahr seien für fast alle Kliniken die ersten Rezertifizierungen mit Gültigkeit bis 2024 erfolgt.

Ein anderer Tätigkeitsschwerpunkt des AK bildet das Verbrennungsregister, um das sich in erster Linie Königs kümmert. An diesem Register für thermische Verletzungen von Kindern ist der AK seit seiner Wiedergründung 2015 in Zürich dran. Großer bilanziert: „Mittlerweile haben wir es geschafft, das Register flächendeckend für Deutschland zu etablieren. Gerade haben wir damit begonnen, die ersten Daten wissenschaftlich zu analysieren. Auf die Ergebnisse sind wir schon sehr gespannt.“

Aktuell widmet sich der Arbeitskreis auch der weiteren Debatte um die Zentralisierung der Therapie schwerstverbrannter Kinder, also von Kindern mit mehr als 50 Prozent verbrannter Körperoberfläche. „Dieses Problem wollen wir als Vorstand in den nächsten zwei Jahren aktiv angehen“, so Großer.

Der AK ist eine eigenständige, der DGV angegliederte Arbeitsgruppe. Er fördert explizit die Qualitätssicherung bei der Behandlung schwerbrandverletzter Kinder und Jugendlicher. Die enge Zusammenarbeit mit der DGKCH und der DGV stellt eine standardisierte Akutbehandlung und Nachsorge sicher, die sich auf dem aktuellen Stand der Verbrennungschirurgie und Wissenschaft bewegt.