Unfälle und Misshandlung häufigste Todesursache von Kleinkindern
Kinderchirurgen fordern mehr Schutz im häuslichen Umfeld

Berlin, Juni 2013 – Die häufigste Todesursache von Kleinkindern im Alter von ein bis vier Jahren sind hierzulande Verletzungen durch Unfälle. Unfälle in dieser Altersgruppe sind mit etwa 60 000 Behandelten im Jahr 2010 – nach Atemwegserkrankungen – auch der häufigste Grund für einen stationären Krankenhausaufenthalt. Doch gerade bei sehr kleinen Kindern kann ebenso eine Misshandlung hinter den Verletzungen stecken – mit vermuteter hoher Dunkelziffer. Die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) fordert zum bundesweiten Kindersicherheitstag (der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e. V.) am 10. Juni 2013 deshalb mehr Schutz für Kinder im häuslichen Umfeld und gibt Tipps zur Unfallvermeidung.

Auf Augenhöhe mit der Glut: Grillen ist für Kinder besonders gefährlich
Experten warnen vor Brandbeschleunigern

Berlin, Mai 2013 – Grillen mit Brandbeschleunigern wie Spiritus, Benzin oder Alkohol ist lebensgefährlich – vor allem für Kinder. Blitzartig können sich meterhohe und weit über 1000 Grad heiße Flammenwände im Umkreis von bis zu drei Metern entwickeln. Kinder sind allein durch ihre Größe besonders gefährdet, sich am Grill Gesicht, Hals und Brust schwer zu verbrennen. Darauf weisen Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e. V. und die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) hin und geben Tipps für sicheres Grillen mit Kindern. Ist ein Unfall geschehen, sollten Eltern sofort den Notarzt rufen.

Blinddarm entfernen oft unnötig
Blinddarmentzündung bei Kindern richtig behandeln

Berlin, März 2013 – Etwa 28 000 Kinder bis zum Alter von 15 Jahren müssen hierzulande jedes Jahr wegen einer Blinddarmentzündung ins Krankenhaus. Doch obwohl die Entfernung des Blinddarms der häufigste Baucheingriff bei Zwei- bis Fünfzehnjährigen ist, besteht nach wie vor Unsicherheit über die optimale Behandlung. Zur Frage, wann der Operateur abwarten und wann er umgehend operieren sollte, sprechen Experten der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) auf der Basis von aktuellen Studien nun klare Empfehlungen aus. Die DGKCH weist zudem darauf hin, dass der Bauchschnitt bei diesem Eingriff beim Kind nicht mehr Standard ist. Denn die Schlüsselloch-Operation eigne sich hier besser und sei deshalb das Verfahren der Wahl.

„Tag des brandverletzten Kindes am 7.12.2012“

Kinderchirurgen warnen: Winterzeit ist Verbrennungszeit
„Laborhaut“ soll Kindern mit Verbrennungen helfen

Berlin, Dezember 2012 – „Winterzeit ist Verbrennungszeit“, warnt die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) auf ihrer Pressekonferenz zum „Tag des brandverletzten Kindes“. Denn Feuerwerkskörper, Kerzenflammen, Kaminfeuer und Heißgetränke kommen vor allem in der kalten Jahreszeit zum Einsatz. „Verbrennungsunfälle sind vermeidbar“, sagt DGKCH-Expertin Professor Dr. med. Karin Rothe, Direktorin der Klinik für Kinderchirurgie an der Berliner Charité. Mitunter können nur noch Hauttransplantate das Leben von schwer brandverletzten Kindern retten. Jetzt ist es Schweizer Forschern gelungen, Zellen der Unter- und Oberhaut in einer biologischen Struktur zu züchten und zu transplantieren, die dem Aufbau der Haut sehr nahe kommt. Diese Innovation könnte die Lebensqualität tausender Patienten zukünftig verbessern.

„Tag des brandverletzten Kindes am 7.12.2012“

Dünnere Haut – dickere Narben
Hautpflege nach Brandverletzungen bei Kindern mindert Narben

Berlin, November 2012 – Je jünger Kinder bei einer Brandverletzung sind, desto dickere Narben bildet ihre Haut in der Folge. Hat sich ein Kind durch Feuer, Hitze oder kochendes Wasser tief verbrannt, neigt die dünne Kinderhaut zu überschießender Narbenbildung. Wie Eltern, Ärzte und die kleinen Patienten selbst Narben vorbeugen, pflegen und behandeln sollten, erörtern Experten der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) im Rahmen einer Pressekonferenz am 6. Dezember 2012 in Berlin aus Anlass des bundesweiten Tages des brandverletzten Kindes. Weitere Themen sind die Vorbeugung von Brandverletzungen, unterschätzte und neue Gefahren für Babys und Kinder, Erste Hilfe und die Arbeit von Verbrennungszentren. Außerdem berichtet ein Forscherteam, wie Vollhautersatz aus dem Labor künftig dicke Narben vermeiden kann.

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