Kinderknochen heilen anders:
Schiefstellungen und Behinderungen vermeiden

Berlin, Juli 2012 – Bei Spiel, Sport und im Straßenverkehr verletzen sich in Deutschland jährlich schätzungsweise 900 000 Kinder so schwer, dass sie vom Arzt behandelt werden müssen. Die dritthäufigste Unfallfolge sind Knochenbrüche – meist von Armen oder Beinen. Um sie zu heilen, müssen Ärzte die Wachstumsvorgänge und die verschiedenen Therapien gut kennen. Denn bei nicht erkannten oder falsch behandelten Frakturen drohen dauerhafte Schäden, warnt die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH). Neben vorbeugendem Schutz der Kinder sei nach einem Unfall vor allem eine qualifizierte Behandlung durch einen Kinderchirurgen wichtig, so die DGKCH. Nur dann ließen sich falsches Zusammenwachsen und mögliche Behinderungen vermeiden.

Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH)
zu dem Urteil des Landgerichts Köln
(zur Rechtswidrigkeit der medizinisch nicht indizierten Zirkumzision bei nicht einwilligungsfähigen Knaben) vom 7.5.2012

München 4.7.2012 - Die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) nimmt das Urteil des Landgerichts Köln begrüßend zur Kenntnis.

Magenpförtnerkrampf lässt Babys spucken
Routine-Operation durch den Kinderchirurgen hilft

Berlin, Mai 2012 - Drei von tausend Kindern haben im frühen Säuglingsalter einen Magenpförtnerkrampf: Dieser verengt den Weg vom Magen in den Darm. Die Babys können dadurch keine Muttermilch bei sich behalten und erbrechen sich kurz nach dem Essen schwallartig. Ohne ärztliche Hilfe erleiden sie einen – mitunter lebensbedrohlichen – Flüssigkeits- und Elektrolytverlust. Kinderchirurgen können diese sogenannte „hypertrophe Pylorusstenose“ heute schonend und mit gutem Erfolg operieren, darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) hin. Entscheidend ist deshalb eine rasche Diagnose und die Behandlung durch einen erfahrenen Kinderchirurgen.

Kinderchirurgen: Fehlbildungen bei Neugeborenen frühzeitig und sicher operieren

Berlin, Mai 2012 – Eins von 2500 Kindern kommt mit einer angeborenen Fehlbildung zur Welt. Fehler an Lunge, Speiseröhre oder Zwerchfell können Kinderchirurgen heute schon kurz nach der Geburt operieren. Um das spätere körperliche Wachstum der Neugeborenen nicht zu stören, eignen sich so genannte Schlüsselloch-Operationen über kleinste Zugänge. Die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) sieht in diesem minimalinvasiven, für Eingriffe bei Früh- und Neugeborenen innovativen Verfahren eine positive Entwicklung.

Kinder angemessen auf Operationen vorbereiten
DGKCH fordert präoperativen Tag in der Kinderchirurgie

Berlin, April 2012 - Krankenkassen vergüten künftig für Kinder keinen präoperativen Krankenhaustag mehr. Stattdessen sollen die kleinen Patienten – auch Säuglinge – erst am Morgen der Operation nüchtern im Krankenhaus anreisen, dort umgehend auf ihren Eingriff vorbereitet und anschließend operiert werden. Die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) akzeptiert dies nicht: „Hier werden wesentliche Kriterien einer modernen, kindgerechten Medizin ökonomischen Argumenten untergeordnet“, wendet Professor Dr. med. Jörg Fuchs, Präsident der DGKCH aus Tübingen ein. Kranke Kinder dürften nicht unter den Einsparungen im Gesundheitssystem leiden. Im Rahmen des Chirurgenkongresses in Berlin fordert die DGKCH die Kassen auf, den präoperativen Tag für Kinder beizubehalten.

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