Blutschwämme mit Herzmittel verschwinden lassen
Kinderchirurgen begrüßen neue Studienergebnisse

Berlin, März 2015 – Drei bis zehn Prozent aller Säuglinge entwickeln Blutschwämme. Über 85 Prozent der sogenannten Hämangiome bilden sich von selbst zurück. Wachsen sie schnell oder sitzen sie an kritischen Stellen wie Augen, Lippen oder After, muss der Kinderchirurg sie mit Laser, Vereisung oder Skalpell behandeln. Doch nicht immer ist dies vollständig möglich. Viele Kinderchirurgen setzen deshalb das Herzmittel Propranolol ein, um die Blutschwämmchen medikamentös schrumpfen zu lassen. Dass der seit Jahrzehnten bekannte Blutdrucksenker hier wirksam ist, ist vor einigen Jahren zufällig in Frankreich entdeckt worden. In Deutschland ist er seit April 2014 dafür nun offiziell zugelassen.

Gefährlicher Winterspaß
Wie Kinderunfälle auf Schnee und Eis vermieden werden können

Berlin, Februar 2015 – Das schöne Schneewetter in Teilen Deutschlands lockt derzeit viele Familien auf Rodel- und Schlittschuhbahnen oder Skipisten. Die Kinder packen ihren Schlitten und die Schlittschuhe aus oder versuchen sich auf Skiern oder mit trendigen Wintersportarten wie Snowboard oder Snowkiting. Doch dabei überschätzen die jungen Sportler oft ihre Fähigkeiten hinsichtlich Tempo und anderer Gefahren. So kann der Spaß schnell mit einem gebrochenen Arm in der Notaufnahme enden. Die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) gibt Tipps, wie Familien ohne Unfälle den Winterspaß genießen können.

Kinderunfälle: verletzte Milz nicht entfernen
Immunorgan schützt lebenslang vor Infekten

Berlin – Etwa 8000 Menschen ließen hierzulande im vergangenen Jahr ihre Milz auf dem Operations-Tisch – meist wegen einer Verletzung, etwa einem Milzriss. Unter den Operierten waren nur 300 Kinder und Jugendliche. Denn gerade junge Menschen brauchen ihre Milz für die körpereigene Abwehr. Kinderchirurgen bemühen sich deshalb, eine verletzte Milz zu retten anstatt das Immunorgan zu entfernen.

Weltfrühgeborenentag am 17. November 2014

Gefährdete Frühchen, belastete Eltern –
Mit sozialmedizinischer Nachsorge den Behandlungserfolg sichern

Berlin, Oktober 2014 – Die Sterblichkeit von Frühgeborenen liegt auch nach der ersten Klinikzeit deutlich höher als bei reif geborenen Kindern. Deshalb brauchen Eltern und Kind beim Übergang in den heimischen Alltag viel Beistand: Nicht nur medizinischen, sondern auch psychosozialen. Dies sei essentiell, um den Behandlungserfolg in der Klinik nicht zu gefährden, sagen Experten der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH).
Wie sozialmedizinische Nachsorge die kritische Übergangsphase gelingen lässt und worauf es dabei besonders ankommt, diskutieren DGKCH-Experten auf einer Pressekonferenz am 13. November 2014 in Berlin im Vorfeld des Weltfrühgeborenentages.

Von der vorgeburtlichen Diagnose zur OP Fehlbildungen der Bauchwand erfordern fachübergreifende Planung

Berlin – Eins von 2000 Kindern kommt laut internationalen Studien mit einem Defekt in der Bauchwand zur Welt. Vor etwa 30 Jahren galt dies für einen Teil der Neugeborenen noch als Todesurteil. Doch dank moderner Behandlungsverfahren und Operationstechniken und insbesondere einer optimalen fachübergreifenden Zusammenarbeit können Kinderchirurgen solche Fehlbildungen heute in fast allen Fällen beheben. Auf der Pressekonferenz anlässlich der 52. Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) erklären Experten, wie sie Bauchwanddefekte bestmöglich behandeln.

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