Kinderkrankenhäuser in Deutschland finanziell benachteiligt
Kinderchirurgen fordern bessere Versorgung

„Tag des Kinderkrankenhauses" am 16. September

Berlin, September 2015 – Die Zahl kinderchirurgischer Stationen in Deutschland ist seit dem Jahr 1994 von 101 auf 81 im Jahr 2012 gesunken. Ein Grund dafür sei, dass die Vergütungsstrukturen im Krankenhauswesen kindgerechte Medizin wirtschaftlich benachteiligten, mahnen die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie e.V. (DGKCH) und die Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland e.V. (GKinD). Eine hochwertige, flächendeckende kinderchirurgische Versorgung – und damit auch Ausbildung des Nachwuchses – könne in Deutschland nach aktuellem Stand nicht mehr gewährleistet werden, erklärt die DGKCH im Vorfeld des Tages des Kinderkrankenhauses. Dabei gehöre die Behandlung durch Spezialisten der Kindermedizin zu den Grundrechten von Kindern.

Strahlenschäden durch CT und Röntgen bei Kindern vermeiden –
Moderner Ultraschall und MRT immer wichtiger für Kinderchirurgen

53. Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) vom 2. bis 5. September 2015 im CCD-Congress Center in München

München, September 2015 –Computertomografien (CT) erhöhen das Krebsrisiko von Kindern – anders als bei Erwachsenen – deutlich. Moderner Ultraschall und Magnetresonanztomografie (MRT) bieten strahlenfreie und schonende Alternativen zu CT und Röntgen bei der Abklärung von Bauchschmerzen, Blinddarmentzündungen, Knochenbrüchen oder Unfallverletzungen. Welche neuen Möglichkeiten sie Kinderchirurgen heutzutage bieten, ist ein Thema auf der Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) am 4. September in München im Rahmen ihrer 53. Herbsttagung.

Eigene Krankheitsbilder, andere Risiken –
Kinderchirurgen fordern die Behandlung von Kindern in Fachzentren

53. Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) vom 2. bis 5. September 2015 im CCD-Congress Center in München

München – Fast ein Viertel aller Säuglinge und etwa ein Drittel der Kleinkinder werden hierzulande von Erwachsenenchirurgen operiert. Doch Kinder dieser Altersgruppen sollten nur von Kinderchirurgen, Kindermedizinern und speziell für diese Altersgruppe geschultem Fachpersonal behandelt werden, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH). Denn durch die Zusammenarbeit von Kinderanästhesisten, Kinderintensivmedizinern und Kinderkrankenpflegekräften ließen sich die besten Behandlungsergebnisse und höchstmögliche Patientensicherheit erzielen. Welche Eingriffe in welchem Alter besonders kritisch sind und wie kindgerechte fachübergreifende Konzepte aussehen, ist Thema auf der Pressekonferenz der DGKCH im Rahmen ihrer 53. Herbsttagung am 4. September in München.

Reiterglück – aber sicher
Kinderchirurgen fordern mehr Unfallschutz im Pferdesport

Kindersicherheitstag am 10. Juni 2015 - Motto „Kinder und Tiere. Sicher geht das!"

Berlin – Stürze, Tritte, Bisse – Reiten ist eine Risikosportart: Jährlich ereignen sich etwa 30 000 bis 40 000 Reitunfälle, deren Opfer ärztlich behandelt werden müssen. Die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) nimmt den Kindersicherheitstag am 10. Juni 2015 zum Anlass, mehr Sachkenntnis im Umgang mit Pony und Pferd zu fordern. Des Weiteren weist sie darauf hin, dass Verletzungen durch den Umgang mit Pferden kindgerecht und von Kinderchirurgen behandelt werden sollten. Nur so ließen sich Folgeschäden für die Patienten minimieren.

Hilfe für Kinder drogenkranker Eltern:
Kinderchirurgen fordern verbesserte Kinderschutzstrukturen an Kliniken

7. wissenschaftliche Jahrestagung der AG Kinderschutz in der Medizin vom 8.-9.5.2015 in Dresden
Schwerpunktthema: Kinder in drogenbelasteten Familien

Berlin, Mai 2015 – Hierzulande leben etwa 2,6 Millionen Kinder in Familien mit einem suchtkranken Elternteil – geschätzte 30 000 von ihnen haben drogenabhängige Eltern. Diese Kinder sind gefährdet, seelisch, psychisch und sozial Schaden zu nehmen, später selbst an einer Sucht zu erkranken oder auch Opfer von physischer Gewalt zu werden. Kinderchirurgen kommen mit diesen Kindern in Kontakt, etwa wenn sie ein verletztes Kind behandeln – und sollten dann Hilfestellungen im Sinne des Kindes einleiten.

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